Abflug heute in einem Monat

Oooooh, so langsam wird´s aufregend! In weniger als fünf Wochen fliege ich los auf die Anden-Seite der Welt.
Alles Wichtige habe ich inzwischen erledigt, falls noch jemand meine Wohnung mieten will, das ist noch nicht entschieden: http://www.coming-home.org/expose.php?Nr=22740

Für alle, die es schon wieder vergessen haben, hier nochmal die Fakten in Kürze:
-> Abflug am Donnerstag, 1. September über Amsterdam nach Quito (Zeitverschiebung 7 Stunden: wenn in Deutschand die Tagesschau läuft, ist es dort erst ein Uhr mittags)
-> ab Montag, 5.9., besuche ich einen zweiwöchigen Sprachkurs
-> danach, ab dem 19. September, werde ich für sechs Wochen im Innenarchitektur-Büro http://www.fragmadesign.com mitarbeiten (was auch immer ich tun kann)
-> während dieser 8 Wochen in Quito werde ich bei Einheimischen als Mitbewohnerin unterkommen (eigenes Zimmer, wahrscheinlich sogar inklusive Verpflegung – hier fehlt noch der endgültige Bescheid)
-> ab Ende Oktober werde ich Richtung Peru aufbrechen und (so die momentane Idee) über Lima nach Arequipa, von dort aus Richtung Cusco als Ausgangsort zum Machupicchu und im Anschluss zum Titicacasee mäandern
-> nach zwei Wochen werde ich in La Paz (Bolivien) rein zufällig die liebe Inga (Kühn) treffen und wir verbingen weitere zwei Wochen auf der Reise von Bolivien nach Chile und zurück nach Quito
-> von dort fliegen wir nach einem letzten Wochenende gemeinsam wieder Richtung Europa, unsere Ankunft ist für Dienstag, 29. November, gebucht

Ansonsten lese ich viel über Land und Leute, versuche spanischsprachige Filme zu verstehen, und beschäftige mich immer konkreter mit dem, was mich dort erwartet und was ich vielleicht alles zu sehen bekomme.

Da ich es euch ja noch nicht aus eigener Anschauung schildern kann, hier mal einige Zitate aus dem Buch der KulturSchock-Reihe über Ecuador:
„Das Spanische der Sierra (das Andenhochland, wo sich auch die Hauptstadt Quito befindet) ist klar und deutlich und wird vergleichsweise langsam gesprochen.“ Jaja, da kommt es eindeutig auf den Vergleich an! Ich habe einen Spielfilm auf Spanisch angesehen, in dem eine Spanierin und eine Ecuadorianerin mitspielen. Erstere spricht wirklich wahnsinnig schnell und ist für mich nicht zu verstehen. Die Einheimische spricht allerdings doch auch eigentlich recht flott – und ist somit für mich ebensowenig verständlich! Aaaaah! „Die Ecuadorianer freuen sich über Ausländer, die ihre Landessprache beherrschen und leicht gerät man mit Einheimischen in intensive Gespräche über Gott und die Welt.“ Das wird sich zeigen…
„Die Deutsche direkte Art … wirkt in Ecuador befremdlich bis unhöflich.“ Uuuih, da bin ich ja genau richtig, ähem. Naja, vorerst wird mein beschränkter Sprachumfang Schlimmeres verhindern! Aber hier kommt was Gutes: „Ecuadorianer lachen sehr viel, treiben gerne Späße miteinander und schätzen Wortwitz.“ Jipiieh, da bin ich ja doch richtig (sobald ich den Wortwitz auch verstehen kann).
Und dann noch etwas, was meine durchstrukturierte Persönlichkeit so richtig schön ins Wanken bringen kann: „Die Zeit ist nicht stark verplant, weil eher nach aktueller Dringlichkeit gehandelt wird. Daher ist der Planungshorizont kurzfristig, Pläne und Termine gelten als ideales Ziel, das sich aber noch ändern kann.“ Also, locker bleiben! Und vielleicht fällt dann immerhin mein leichter Hang zur Unpünktlichkeit nicht mehr so auf :-).
„Bezüglich der Kleidung gibt es nicht viel zu beachten. Tendenziell sind die Ecuadorianerinnen in der Stadt eleganter gekleidet als die Deutsche Durchschnittsfrau.“ Tja, bin ich etwa die Deutsche Durchschnittsfrau?!? Nee, oder? Aber gut, ich werde die Jogginghose zu Hause lassen. Und zu guter Letzt: „Groß, blond und blauäugig ist das Schönheitsideal schlechthin.“ Und die Größe ist ja immer relativ, yeah!

P.S: Und nehmt nicht alles so ernst, was ich hier schreibe – ich tue es doch auch nicht 😉

Es wird konkreter

In der Zwischenzeit hat sich was getan! Die Agentur One-to-One-International, die ich mit der Organisation von Flug, Unterkunft, Sprachkurs und vor allem Mitarbeit in einem Büro beauftragt habe, hat erfolgreich vermittelt: ich werde bei einem Innenarchitekturbüro mitarbeiten dürfen, das sich Fragma Design International nennt (wer gucken will: http://www.fragmadesign.com). Die Projekte sehen durchaus professionell aus und ich bin gespannt, was ich dort erleben werde…
Die Flüge stehen noch nicht ganz fest, es ist aber wahrscheinlich, dass ich am Donnerstag, dem 1. September, von Deutschland aus starte. Dadurch kann ich mich das ganze Wochenende in Quito eingewöhnen und akklimatisieren. Die Stadt liegt auf 2.800m, mal sehen, wie ich mit der Höhe zurecht komme.
Der Rückflug ist ab Quito am Montag, 28. November, geplant – aber darüber will ich jetzt noch gar nicht nachdenken.

Währenddessen habe ich angefangen, meine Reise-Vorbereitungs-To-Do-Listen abzuarbeiten (jaja, wer denkt, das wäre hier alles zur Erholung, liegt gaaanz falsch ;-):
Ich traf bereits eine in Berlin lebende Ecuadorianerin, die mir Tipps zu Ausflügen im Land geben konnte. Auch die anderen Kontakte, die mir so zahlreich vermittelt wurden (danke!!!), werde ich demnächst „anzapfen“.
Die Anschaffung von Reisebedarf (Technik, Klamotten, Lektüre etc.) schreitet voran. Außerdem versuche ich, mich weiterhin mit der Spanischen Sprache zu beschäftigen (Spanisch-App auf dem Smartphone, Wiederholungskurs in der VHS, Ecuadorianischer TV-Sender online, Übungsbücher, vielleicht noch ein Tandem-Sprachpartner…).
Dann fehlen ja nur noch solche Dinge wie Arztbesuche, Impfungen, Untervermietung meiner Wohnung, Versicherungscheck, Ersatzbrillen, internationaler Führerschein für alle Fälle usw. usf.

Jooo, das wär´s für den Moment. Läuft. 🙂

3-monatige Auszeit

Die Möglichkeit, eine 3-monatige Auszeit von meiner eigenen Firma zu nehmen, werde ich dieses Jahr nutzen und die Monate September bis November in Südamerika verbringen!

Ich habe eine Agentur gefunden, die mir Flug, Unterbringung, Sprachkurs und Hospitanz bzw. Mitarbeit in einem Innen-/ Architekturbüro organisieren wird – es geht nach Ecuador!

Meine Motivation?
Spanisch wirklich lernen (ein wenig übe ich das ja schon seit einer Weile in Volkshochschulkursen – aber die Erfahrung zeigt, dass nur ein Aufenthalt im Land und der Zwang, die Sprache auch im Alltag anzuwenden, so richtig wirkungsvoll sind), mich nochmal aus der Komfortzone des Lebens herauswagen (kostet Überwindung – und Geld – aber bringt hoffentlich auch Erlebnisse und Erkenntnisse), neue, auch beruflich interessante Eindrücke gewinnen (die berühmte Horizonterweiterung) und die Neugier auf Südamerika stillen, wo ich schon seit einer Weile gern hinwollte.

Der Plan:
Anfang September auf(geregt) nach Quito, der Hauptstadt von Ecuador. Dort nochmal zwei Wochen Sprachkurs zum lernen und eingewöhnen. Währenddessen bereits Unterkunft in einer WG, bzw. möglichst als Mitbewohnerin eines oder einer Einheimischen.

Dann eine sechswöchige Mitarbeit in einem Büro, am liebsten für Innenarchitektur, ich habe aber auch Architekturbüros und als zweite Wahl den Bereich Kunst und Kultur angegeben. Im Anschluss an diese Zeit (also im November) möchte ich noch vier Wochen lang herumreisen, in jedem Fall nach Peru und ggf. angrenzende Länder (z.B. Bolivien, Chile im Süden oder Kolumbien im Norden). Rückkehr Ende November – gesund und munter, begeistert und bereichert und auch froh, wieder zu Hause zu sein!

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